Eilige Dreifarbigkeit

Eilige Dreifarbigkeit

29. Juli 2019 MotoRoute-Reisen News Zubehör 0

Sommer 2019. Es ist heiß, brütend heiß. Und wir haben den Auftrag, Rukka´s neuen Anzug „Stretch Air“ ausgiebig zu testen. Und genau dies machen wir in der wohl wärmsten Woche aller Zeiten.
41°….! Wir kombinieren den Anzug mit einem sommerlichen Helm aus dem Hause Schuberth, den ebenfalls neuen „M1 Pro“ – ein Halbschalenhelm mit Visier und Sonnenblende.
Um die Hitze erträglicher zu machen, entscheiden wir uns für ein Motorrad ohne Scheibe und ohne Verkleidung, also wenigstens das Motorrad nackt, wenn wir schon ordentlich und vernünftig in guter Sicherheitsbekleidung unterwegs sein wollen.
Was dabei herauskam seht ihr auf den folgenden Bildern. Das nackte Motorrad, welches uns unser Freund, Halbwachmeister Anton Krause, freundlicherweise für diesen Test lieh, fand dann auch noch zwei Mitstreiter, die jedoch nicht solch luftdurchlässigen Anzug und solch hervorragenden und geräuscharmen Helm fahren durften.

Dem Wetter geschuldet finden wir schon relativ früh am Morgen den Weg in die Garage zu den drei
„Nackten“ russischer Bauart. Mit gewaltigen rund 350 Kilogramm Lebendgewicht und sagenhaften 39 bis 41 PS Leistung ging es dann los ins steile Straßenwirrwarr oberhalb des Rheins und an der Lahn. (Foto Lahn)

Der „rasende Norbert“, unser Guide vom Rhein, mit seiner „Palina“ immer im Bild.

Im Vordergrund, man sieht noch den Gepäckträger, sind Ludwig und Claudia. Claudia fotografiert aus dem Boot heraus. Wir sitzen in einer Ural „Tourist“ von 2012. Diese ist bereits mit einer Scheibenbremse ausgestattet und man erlebt so etwas ähnliches wie Verzögerung, wenn man am Griff zieht. Dahinter in weiß, Halbwachmeister Krause mit seiner Gattin Silvia, im Gespann von 1995 mit rundum Trommelbremsen. Da will man rechtzeitig wissen, ob und wie man verzögern muss. Last and least unser Guide Norbert auf seiner 2016er Sportsman. Das Ding hat drei Scheibenbremsen und der gewaltige Vortrieb lässt sich damit auch wieder halbwegs entschleunigen.

Wir sitzen in der „schwarzen Peggy“ von Halbwachmeister Krause. Vom deren Boot aus wurden diese Bilder gemacht. Leider sind wir deshalb – und somit auch unser Anzug „Stretch Air“ von Rukka – selten zu sehen. Dazu aber später mehr. Verkehrsarm ist es hier im Rheingebiet allemal, sofern man sich ein paar Meter hinauf ins Land oberhalb macht. Landwirtschaft und Weinwirtschaft allüberall und die fein gewundenen Straßen ermöglichen unendliche Fahrfreude.

Loben wollen wir an dieser Stelle den megagenialen Sommeranzug von Rukka. Im Gegensatz zu den anderen Fahrern konnte ich ohne Hitzekollaps die kurvenreiche Hatz entlang des Mittelrheintals überstehen. Dank auch an Schuberth, der Helm M1 Pro ist hervorragend konzipiert und macht auf nacktem Motorrad praktisch keine störenden Geräusche. Das Visier lässt sich perfekt und stufenlos anpassen und bleibt auch bei Winddruck stabil an Ort und Stelle.

Es lohnt sich auf jeden Fall, in dieser Gegend einmal unterwegs zu sein. Egal ob nun mit zwei oder drei Rädern, es ist toll! Man sollte nach Orten suchen, die da heißen Miehlen, Nastätten und St. Goarshausen. Oder nach dem Wispertal und dem Gelbachtal. Irgendwo da sind die kleinen Straßen und die wunderbaren Kurven. Aber hütet Euch vor den Bundesstraßen entlang des Rheins. Baustellen und Ampeln dominieren den Verlauf. Da kommt keine Freude auf!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.