Fränkische Schweiz für Genusskradler

Fränkische Schweiz für Genusskradler

8. Juli 2019 MotoRoute-Reisen News Uncategorized 0

Wir befinden uns in einer der schönsten Motorradgegenden Deutschlands! Hier, genau zwischen Thüringer Wald, Frankenwald, Rhön, Steigerwald und Fränkischer Schweiz haben wir für Euch deren imposanteste Region für diese Tagestour ausgesucht.

Und damit nicht genug, wir wollen Euch zeigen, dass selbst ausgedehnte Tagestouren mit hunderten von Kurven mit einem viertel Liter Hubraum ganz viel Spaß machen können, denn wir haben diesmal ein richtig wendiges Motorrad mit dabei: Eine 144 Kilogramm leichte Honda CRF 250 L, also eine 250er mit 23 PS und großem Vorderrad. Damit sollten alle Straßen, ob gut ob schlecht – ob breit ob schmal, voller Fahrspaß bewältigt werden können. Aber dazu später mehr.

Am frühen Morgen, der Hunger und Kaffeedurst ist bereits gestillt, machen wir uns auf den Weg in die Hassberge und von dort in die Fränkische Schweiz. Eine Tagestour mit rund 260 Kilometern wartet auf uns und laut unserem Wirt, dürfen wir mit feinsten Kurven und tollsten Aussichten rechnen. Er hat uns eine Tour auf unser Navi gespielt, welche einen kleinen Abstecher in die Hassberge beinhaltet und so fahren wir zu aller Erst ein klein wenig westlich, bevor wir bereits nach ein paar Minuten eine Veränderung der Landschaft wahrnehmen.


Sanfte Hügel mit sich ständig kleinen, hindurch schlängelnden Sträßchen entführen uns in Richtung Main. Bald jedoch tauchen wir ein in das Zielgebiet der heutigen Tour. Erste schroff in den Himmel ragende Felsen, hier Felsnadeln genannt, bauen sich vor uns auf. Von Kurve zu Kurve verändert sich das Bild und es ist überwältigend, wie sich binnen weniger Meter die Natur so verändern kann.


Schwungvoll bewegen wir uns in Richtung Aufseß, dem Dorf mit der höchsten Brauereidichte der Welt….., so jedenfalls das Guinnessbuch der Rekorde vermeldet. 


Hier in Aufseß biegen wir links ab um nur einen Kilometer weiter bei Kathi-Bräu eine erste Kaffeepause einzulegen. Dort, an einem der bekanntesten Treffpunkte der Fränkischen Schweiz, stehen an einem guten Wochenende mehrere Hundert Motorräder. Heute jedoch sind wir fast allein, die Gaststätte gehört uns.
Von Kathi aus geht es weiter südlich, einer minikleinen Traumstraße entlang, um bei Pottenstein das Tal mit all seinen Höhlen, Felsen und Kurven zu erfahren, bevor wir in einer rustikalen Landgaststätte unsere Mittagsrast einlegen.

Die Rippchen (Fränkisch: Rippla) sind ein Traum. Wir müssen unfreiwillig das Besteck weg legen, ansonsten wir das zulässige Höchstgewicht unserer kleinen Honda sicher überschreiten würden. Von deftiger Hausmannskost gestärkt geht es nun wieder ein wenig nördlich und wir durchstreifen die Landschaft mitsamt ihrer Felsformationen nochmals ausgiebig. Besonders sehenswert und einen Abstecher wert sind auf jeden Fall Tüchersfeld und Beringersmühle sowie das Wiesenthal bis zum gleichnamigen Ort.

Kaum ein Meter vergeht, ohne einen imposanten Blick auf Fachwerkhäuser, glitzernde Bäche und steile Felsformationen, frei zu geben.
Ein paar Extrakilometer durch den Waischenfelder Grund und in einem zusätzlichen Bogen durch das Kleinziegenfelder Tal, lassen wir uns nicht entgehen. Einfach wunderschön und von Schräglagen strotzend genießen wir auch hier die spitzen, gen Himmel ragenden Steingebilde, bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg machen.

Am Abschluss dieses tollen Tourentages muss jedoch unbedingt die Kleine von Honda noch einmal lobend erwähnt werden. So viel Fahrspaß und so viel ursprüngliches Fahrvergnügen hatte ich schon lange nicht mehr. Trotz der schmalen Sitzbank kann man halbwegs kommod durch die Gegend cruisen, man sitzt weit besser, wie erwartet. Die Leistung reicht zum gemütlichen Touren allemal. Locker dreht sie bis über die 130er Km/h Marke. Einzig bergan und beim Überholen fehlt natürlich etwas Leistung. Dies macht die CRF mit ihrer Wendigkeit immer wieder wett. Und wer gerne einmal die Straße verlässt, um auf Wegen und Pfaden die Natur zu erkunden, der ist mit der CRF genau richtig bedient.

Wir wünschen Euch allzeit gute Fahrt und kommt immer gut wieder nach Hause!
Text und Fotos: Walter L. Siegamberg

 

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