Yamaha Niken in der Praxis

Yamaha Niken in der Praxis

30. Juli 2019 News Zubehör 1

„Schräglage neu definiert“

Niken GT im Juli 2019
Über Geschmack und Schönheit lässt es sich ja bekanntermaßen recht passabel streiten, über Grip am Vorderrad und damit über eine geniale Schräglage wohl eher nicht.
Also völlig egal, ob dieses Motorradkonzept aus dem Hause Yamaha gefällt oder nicht, ihr solltet tatsächlich einmal damit fahren. Ob es dann bei diesem Einmal bleibt…..?
Wir auf jeden Fall haben uns sehr auf die Woche mit der Niken gefreut und uns gleich eine interessante und kurvenreiche Region dafür ausgesucht. Im Rheingau und somit auch entlang von Mosel und Lahn wollten wir die Niken auf „Herz und Nieren“ testen.

Juli 2019: Erwartungsvoll stehen wir vor der Deutschlandzentrale von Yamaha in Neuss und harren der drei Räder, die da auf uns zukommen. Formalitäten erledigen und dann das Motorrad auf den Trailer verladen. Verladen, ja, das ist nicht ganz so einfach wie bei einem normalen Motorrad. Schließlich ist die Spur der Yamaha Niken gut 40 cm breit und es bedarf einer entsprechenden Rampe um auf die Plattform des Trailers zu gelangen. Und dann ist da noch immer das Hinterrad, welches zwischen den beiden Vorderrädern läuft. Also ist Nachdenken angesagt oder einfach gleich mit der Niken auf und davon.


Die beiden Räder verhalten sich eigentlich nicht anders, als wenn es nur Eines wäre. Hindernisse, Stufen, Gehwege – kein Problem. Aber es kurvt sich und bremst sich einfach besser.

Natürlich haben wir alles ausprobiert, was so im Alltag eines Motorradfahrers passieren kann: Feldweg, Stoppelacker und einen platten Vorderreifen. Da sie selbst mit einem platten Vorderreifen noch immer gut bis zur nächsten Werkstatt kommt, das ist unumstritten ein weiterer Pluspunkt für dieses Motorrad. Kommt man mal vom Teer auf einen Feldweg, man wird erstaunt sein, wie problemlos sie auch dies meistert.

Fazit:
Wo herkömmliche Zweiräder oft schon längst ihre die Haftung verlieren, folgt die Yamaha Niken noch zuverlässig ihrer Spur und dies auch noch mit Vertrauen erweckender Rückmeldung.
Und einfach unbeschreiblich ist die Bremswirkung mit zwei Vorderrädern. Gut dosierbar und doch brachial in der Umsetzung. Diese beiden Eigenschaften, nahezu doppelte Haftung und doppelte Bremswirkung, machen die Niken zum absoluten Highlight.

Zum Schluß: Wenn man alle Vorzüge zusammen nimmt, wundert es, dass dieses feine Gefährt noch nicht an jeder Strassenecke zu sehen ist. Ihre wirkliche Heimat ist die Landstraße mit langen, schnellen Kurven – da ist sie eigentlich nicht zu schlagen. Wir wünschen Euch allzeit gute Fahrt,
Euer Tomislav

Technik und Maße:
Länge2.150 mm, Breite885 mm, Höhe 1.250 mm.
Radstand 1,51 m
Sitzhöhe: 82 cm
Gewicht fahrfertig: 263 kg
Zuladung: 195 kg
Tankinhalt: 18 Liter

Motor:
Flüssigkeitsgekühlter Dreizylinder-Reihenmotor, 12 Ventile, DOHC, 85 kW/115 PS bei 10.000 U/min, 84,6 Nm bei 8.500 U/min; Einspritzung;

Getriebe:
6 Gänge, Kettenantrieb;
Assistenzsysteme: Zweikreis-ABS, drei Fahrmodi , zweistufige, abschaltbare Traktionskontrolle, Antihopping-Kupplung, LED-Beleuchtung, Einwege-Schaltassistent, Tempomat;
Fahrwerk: Hybrid-Brückenrahmen aus Stahlrohren und Aluminium; Parallelogramm-Vorderradführung mit doppelten USD-Telegabeln ø 41 mm u. 43 mm, voll einstellbar, 11 cm Federweg; Leichtmetall-Zweiarmschwinge, Zentralfederbein, Vorspannung mit Handrad sowie Zugstufe einstellbar, 12,5 cm Federweg, Aluminiumguss-Räder; schlauchlose Reifen 120/70 R 15 (vorne) und 190/55 R 17 (hinten). Zwei Scheibenbremsen vorne je 26,56 cm, 29,8 cm Einscheibenbremse hinten;

Preis: Rund 15.000,– je nach Ausstattung für das Modell Niken GT.

 

Eine Antwort

  1. Ulf sagt:

    Vielleicht liegt der Grund die geringe Verbreitung auch in dem an einen LKW erinnernden Gewicht gepaart mit 115 PS 😜

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