Es ist der 20. Oktober 2021. Wir werden erneut beglückt mit einem klaren Herbsttag und wollen dies nochmals ausnutzen. Die Saison in Dalmatien ist praktisch vorbei und die Straßen damit wieder so wunderbar leer. Dazu kommt heute dieses herrlich sonnige Wetter, welches lediglich durch leichte Schleier getrübt ist. Wir fahren also heute eine Tagestour entlang der Küste und dann ab Omis über das Hinterland wieder zurück nach Primosten.


Das steinerne Schwert von Podstrana.


Kurzer Stopp in Omis, der ersten Pause dieser Tour.

Der Dalmatiner, ups, der Dalmate.
Er, also auch sie und es, sind sehr gastfreundlich und ebenso gesellig. Immer wieder sind wir überrascht, wie leicht man Anschluss findet, wenn man es schafft, irgendeine gemeinsame Sprache zu finden. Meist ist das eine Mischung aus Deutsch oder Englisch.
Wir wollen heute mit Euch eine Tagestour nach Omis machen und Euch ein wenig von den wunderbaren Straßen und noch wunderbareren Orten und Dörfern erzählen. Wir starten in Primosten (normalerweise mit Akzent auf dem „s“) und begeben uns direkt auf die D8, also die Magistrale. Diese Hauptverkehrsstraße folgt der gesamten Küste bis hinunter nach Dubrovnik. Wir also folgen der D8 über Marina, Trogir und Split bis nach Omis. (hier das „s“ normalerweise auch mit Akzent). Omis lohnt in jedem Falle für eine Pause. Wer gut zu Fuß ist, sollte auf jeden Fall auf die Burg klettern. (es gibt zwei Burgen, jedoch nur Eine direkt über der Altstadt)…, und den steilen Aufstieg auf Steinstiegen und zu guter Letzt die Eisenleiter bis hoch auf den Turm erklimmen. Belohnt wirst Du mit einem traumhaften Ausblick auf das alte Omis und auf die Adria. Omis war über viele Jahre ein Fluchtpunkt von Piraten. Die gut geschützte Bucht und der weite Blick aufs Meer war ein hervorragender Schutz vor Angreifern.

Nach den Mühen des Auf- und wieder Abstieges belohnen wir uns mit einer Pause in der Altstadt. Somit gestärkt von Kaffee und einer kalorienreichen Leckerei, klettern wir wieder auf unsere XSR 900 und fahren ein Stück entlang der Cetina, bis es ziemlich schnell in einigen steilen Kurven nach oben geht.

Dort oben sollte man unbedingt schon den nächsten Stopp einlegen. Vom Parkplatz aus geht ein Fußweg nach oben zur Kapelle, wo der von der Burg erwähnte Ausblick noch einmal massiv getoppt wird. Wir haben Claudia auf das Dach steigen lassen, damit die Perspektive und die Aussicht noch besser wird. Wer eine Brotzeit dabei hat, der sollte hier auf jeden Fall eine gemütliche Pause einlegen.

Irgendwann jedoch müssen wir weiter und wir fahren vorbei an Orten wie Gata, Zvecanje und Seoca um bald unter der Autobahn hindurch zu fahren und kurz vor Blato nach Cetini nach links abzubiegen und ein ganzes Stück nördlich der Autobahn zu bleiben. Dabei folgen wir weiter dem Verlauf der Cetina, die hinter uns, also bei Omis in die Adria mündet.

Unterwegs machen wir noch einen Abstecher über eine kleine Schotterpiste zur Ruine von Nutjak, definitiv auch einen Ausflug wert. Der Blick auf die Cetina ist einfach genial. Zurück auf der Straße geht es nach rechts bis nach Trilj (hat nichts mit dem Vogelfutter zu tun, auch wenn es sich Trill spricht). Nach einem Tankstopp (Tankstellen sind in der Gegend sehr rar) gönnen wir uns den längst benötigten Kaffee . Dazu machen wir es uns im Biergarten des „Konzum“ gemütlich. Im Laden kauft Claudia Stärkung für die Weiterfahrt. Nach Milchkaffee, frisch gepresstem Orangensaft, Mineralwasser und einem Schinken-Käse Sandwich geht es ein paar Kilometer zurück um bei Bisko nach rechts abzubiegen.

Wir fahren weiter über Dugopolje nach Split und treten von hier den Rückweg entlang der D8 an. In Summe eine spannende und wunderschöne Tagestour, die wir sicher wieder fahren, gerne mit Euch. Entlang dieser Route könnte man viele weitere Abstecher machen, doch mit Besichtigungen und Pausen sind diese 230 km genau richtig.

Habt ihr Lust, diese und weitere Touren in Dalmatien mit uns zu fahren, dann meldet Euch. Wir besorgen Quartier – über einfache Zimmer bis zu modernen Ferienwohnungen – und zeigen Euch die schönsten Routen, die besten Restaurants und den frischesten Fisch. Bis bald in Dalmatien. Eure Claudia und Ludwig.

In Vrcani Donji wollten wir uns eigentlich nur einen alten LKW anschauen, der in relativ gutem Zustand am Straßenrand stand. Dies jedoch kostete uns eine gute Stunde Oldtimerspaß, denn der Eigentümer des LKWs wollte uns unbedingt all seine Fahrzeuge zeigen. Vom Golf 1 über einen Renault R6 in top Zustand zu reichlich Mopeds und Maschinen führte er uns in praktisch jedes Haus seines Dorfimperiums und lud uns zu guter Letzt auch noch auf einen Kaffee ein. Das ist Gastfreundschaft pur.


..und hier der Hausherr, Papa, Museumsdirektor und hauptberufliche Busfahrer.

Der Dalmatiner, ups, der Dalmate.
Er, also auch sie und es, sind sehr gastfreundlich und ebenso gesellig. Immer wieder sind wir überrascht, wie leicht man Anschluss findet, wenn man es schafft, irgendeine gemeinsame Sprache zu finden. Meist ist das Deutsch oder Englisch.
Aber es gibt genügend Gründe, die den Kroaten (zumindest den Dalmaten) nicht so sympathisch zu finden. Dazu gehört vor Allem sein Fahrstil. Rambo Schumacher sollten sie wohl alle sein. Immer und zu jeder Zeit ein Handy am Ohr und dabei noch oft wild umher fuchteln. Dabei selten den Blick und die Konzentration auf das Wesentlich, also auf den Verkehr. Blinken…, wozu? Stoppschild…, wozu? Zebrastreifen und weitere wichtige Verkehrshilfen werden einfach ignoriert. Noch schlimmer sind die Motorradfahrer. Wenn denn ein Motorrad überhaupt über ein Kennzeichen verfügt, dann ist es meist so umgeklappt, dass man es auf keinen Fall sehen kann.
Ein weiteres Übel ist die Müllentsorgung. Klar, es gibt mittlerweile Müllsammelstellen, Jeder hat seinen Müllkübel vor der Tür, dennoch, ständig steigen Rauchwolken auf, weil Autoreifen oder Altmöbel in der Pampa verbrannt werden. Wer eben kein Feuer machen will, der wirft seinen Müll, seine Möbel, sein altes Auto usw., einfach hinter den nächstbesten Olivenbaum.

Es folgen weitere Bilder der Tour:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.